Um 5:00 Uhr in der Früh hieß es aufstehen zum großen Wanderwochenende im kleinen Mitarbeiter-Kreis zur Hanauer-Hütte im schönen Lechtal. Ausgangspunkt für die Wanderung war das Dörfchen Boden auf 1320 m. (Einigen Motorradfahren vielleicht bekannt, die schon mal auf der kurvenreichen Straße zwischen Reutte und Imst unterwegs waren.) Die Anfahrt verlief ohne Probleme mit einer kurzen Rast in Reutte zum Frühstücken.

Um etwa  9:30 Uhr am Treffpunkt angekommen und den voll bepackten Rucksack – mit etwas mehr Wäsche und Schlafsack für eine Übernachtung – umgeschnallt. Das erste Drittel vom Weg ging auf normaler Schotterstraße. Das zweite Drittel wurde auf schmalen Pfaden in steilen Hängen und über tosende Wildbäche zurück gelegt.


Das letzte Drittel war dann das Highlight für mich, denn wir hatten auch Klettergurt und Helm für den Klettersteig mitgenommen. Unter professioneller Aufsicht wurde dann quer und längs zum Hang 150 Meter in die Höhe geklettert, bis man Oberhalb von der Hanauer-Hütte auf 1920 m heraus kam.



Dort die Rucksäcke ab- und kurz eine Pause eingelegt, um den Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen. Danach starteten wir noch eine kurze Wanderung zum kleinen Parzinnsee (2160 m). Der war aber leider durch den schwachen Winter ziemlich ausgetrocknet, und wir konnten nicht einmal die Füße ins kalte Wasser halten.



Ziemlich erschöpft wieder an der Hütte angekommen, wurde das 10-Bett Zimmer bezogen. Danach noch schnell lauwarm geduscht und uns beim Abendessen mit Riesenportionen gestärkt. Von ruhigem Bergidyll konnte man aber hier nicht reden, denn es war eine Ferienkindergruppe im Haus – wahrscheinlich Belgier – und die machten ordentlich Ramba-Zamba. Nach einigen Runden Karten und etlichen Getränken später am Abend, begann die Hütten-Gaudi, denn ein Gast schnappte sich die Gitarre – die in der Hütte an der Wand hing – und gab viele Mundartlieder zum Besten: von bayerisch über schwäbisch bis schweizerisch. Um 22:00 Uhr wurde das Konzert vom Wirt gestoppt und wir hatten – außer einem kleinen Gewitter – eine relativ ruhige Nacht auf dem Zimmer.


Nach dem Frühstück ging es um etwa 8:40 Uhr wieder an den Abstieg. Hier trennten sich aber unsere Wege, denn die eine Gruppe nahm eine doppelt so lange Tour über ein anderes Tal, während ich mit meinen Leuten den direkten Abstieg ins Tal wählte.
Wir kamen so gegen 10:30 Uhr bei unserem Auto an und stärkten uns bei einem kleinen Mittagessen im nahe gelegenen Gasthof Bergheimat. Die restliche Mannschaft kam gegen 13:15 Uhr zum Parkplatz und wir mussten uns mit dem Einpacken beeilen, denn über die Gipfel zogen schon dunkle Wolken auf. Alle hatten Glück, denn schon kurze Zeit später goss es wie aus Kübeln, es hagelte teilweise und die Sichtweite betrug nur wenige Meter.



Um kurz nach 18:00 war ich dann wieder daheim, genoss meine warme Dusche und bin fix und alle nach dem tollen, sonnigen und anstrengendem Wochenende aufs Sofa gefallen.

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